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Astrid Wagner: Rosen & Kriege.
Beziehungsdramen. Reportagen einer Anwältin

Die bekannten Rechtsanwältin und Autorin Astrid Wagner schildert Beziehungsdramen, Rosenkriege und Verbrechen aus Leidenschaft. Es sind authentische Fälle, oft mit unerwarteten Wendungen. Sie handeln von enttäuschter Liebe, von Gier und von Rache, von dunklen Familiengeheimnissen, von kranker Sexualität, vom Leben und vom Tod. Astrid Wagner ergreift nicht Partei, sondern bringt die Fakten – freilich so mitreißend erzählt, dass man das Buch nicht mehr weglegen mag, bevor man es ausgelesen hat.

Im neuen Buch der bekannten Rechtsanwältin und Autorin Astrid Wagner geht es Beziehungsdramen, Rosenkriege und Verbrechen aus Leidenschaft. Es sind authentische Fälle, oft mit unerwarteten Wendungen. Sie handeln von enttäuschter Liebe, von Gier und von Rache, von dunklen Familiengeheimnissen, von kranker Sexualität, vom Leben und vom Tod: Wozu sind Menschen fähig, die ihrem Partner verfallen sind? Wie ist das, wenn aus Liebe abgrundtiefer Hass wird? Wie weit gehen Menschen, wenn sie ihren Partner vernichten wollen? Eine junge Frau ersticht ihren viel älteren Liebhaber – Folge eines psychischen Traumas, ausgelöst durch perversen Sex? Wie kann es geschehen, dass ein alkoholkranker und gewalttätiger Ehemann als geheilt entlassen wird – mit entsetzlichen Folgen? Kinder werden vom eigenen Vater in ein Kriegsland entführt – gibt es da noch Hoffnung? Was bringt eine erfolgreiche und attraktive Frau dazu, sich jahrelangen Demütigungen eines gewalttätigen Schlägers auszusetzen? Kann eine Frau ihrem Partner verzeihen, wenn er ihr eigenes Kind vergewaltigt hat? Was hat einen Familienvater dazu getrieben, das Gericht mit einer Waffe zu stürmen und eine Justizbeamtin zu erschießen? Leben Anwälte gefährlich, wenn sie in einem emotionsgeladenen Scheidungsprozess vertreten?

Astrid Wagner liefert keine vorgefertigten Antworten, sie ergreift nicht Partei. Sie bringt die Fakten – freilich so mitreißend erzählt, dass man das Buch nicht mehr weglegen mag, bevor man es ausgelesen hat.

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Astrid Wagner: VERBLENDET.
Die wahre Geschichte der Anwältin, die sich in den Mörder Jack Unterweger verliebte

Vor 20 Jahren nahm sich Jack Unterweger in seiner Zelle das Leben, für Rechtsanwältin Astrid Wagner Anlass, um die Geschichte ihrer Liebe zu dem mutmaßlichen Serienmörder niederzuschreiben und der Frage nachzuspüren, „was Menschen wie Jack Unterweger so anziehend für Frauen macht.“

Jack Unterweger gehört zu den schillerndsten Figuren der Kriminalgeschichte. Wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, begann er im Gefängnis zu schreiben und machte sich einen Namen als Schriftsteller. Nach fünfzehn Jahren wurde er als resozialisiert entlassen.
Die Wiener Schickeria nahm ihn bereitwillig auf, unzählige Frauen aus allen Gesellschaftsschichten verfielen seinem Charme – bis er in den Verdacht gerät, neuerlich gemordet zu haben. Da tritt Astrid Wagner in sein Leben, eine junge Juristin aus gutem Haus.
In diesem Buch gewährt sie, inzwischen erfolgreiche Rechtsanwältin, erstmals Einblick in ihre wahre Beziehung zu Jack Unterweger. Interviews mit Zeitzeugen, darunter mehrere Sexualpartnerinnen Unterwegers und der Psychiater Reinhard Haller, sowie bislang unveröffentlichtes Briefmaterial bringen neue, bis dato unbekannte Facetten der Persönlichkeit Jack Unterwegers zum Vorschein. Nach zwanzig Jahren steht Astrid Wagner dazu: Ja, ich habe Jack geliebt. In diesem Buch versucht sie, einem mutmaßlichen Jahrhundertmörder und seinen Motiven auf die Spur zu kommen. Und ein Geheimnis zu ergründen: Was bringt Frauen dazu, Menschen wie ihn zu lieben?

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Astrid Wagner: Verblendet. Die wahre Geschichte der Anwältin, die sich in den Mörder Jack Unterweger verliebte

Astrid Wagner:
Ich war verliebt und verblendet!

20 Jahre nach dem Tod von Jack Unterweger:

Kein Happy End. Die absurde Liebe einer Juristin zu einem Mörder alle Facts erscheinen jetzt als Buch.

Vor 20 Jahren war Astrid Wagner in den Mörder Jack Unterweger verfallen. Jetzt schrieb sie ein Buch über ihre Verblendung.

Ungewöhnlich. Es war der Prozess der 90er-Jahre: Jack Unterweger stand vor 20 Jahren wegen elffachen Prostituiertenmordes vor Gericht, wurde in 9 Fällen schuldig gesprochen. Wenige Stunden nach dem Urteil erhängte er sich mit der Schnur einer Trainingshose in der Zelle. Astrid Wagner, damals studierte Juristin, war die Geliebte Unterwegers, stand ihm bei, war in ihn verliebt. In einem Buch beschreibt sie jetzt ihre ,,VERBLENDUNG‘‘. ÖSTERREICH am SONNTAG traf die heute 51 jährige Wagner, die heute als erfolgreiche Anwältin in Wien lebt, um über ihre ungewöhnliche Liebesgeschichte zu sprechen.

Leuchtende Augen. Begonnen hatte alles, so schreibt Wagner in dem Buch, weil sie die Vorverurteilung Unterwegers ungerecht fand und ihm einen Brief ins Gefängnis schrieb. Schnell antwortete er, sie besuchte ihn, verliebte sich. Heute ,,lacht man über sich selbst‘‘, erzählt sie. Dennoch leuchten ihre Augen wenn sie über Unterwegers Charisma, seine Männlichkeit spricht. Und dennoch zieht sie heute Bilanz: ,, Dass er sich umgebracht hat war das Beste-für ihn und für mich …‘‘

Aufreger Buch. Anwältin Astrid Wagner schreibt in ihrem Buch VERBLENDET (246 Seiten, Seifert Verlag, 22,90 Euro, erhältlich ab 24.6.) ihre Liebes- und Leidensgeschichte mit Jack Unterweger nieder – und was
sie heute, 20 Jahre danach, über sich und Jack Unterweger
denkt. ÖSTERREICH am SONNTAG bringt Ihnen Top-Passagen im Vorabdruck:

Unterwegers Liebes-Brief an Wagner
,,Grüß dich mein Schatz! Danke für den Postwurf! Und Besuch und so vieles, und außerdem, Lauser, guat schaust aus! Dieses Kleid, schwarz, Freitag, steht Dir hervorragend, da brauch i ka andere mehr ab-ein-umespechteln! Musst halt da sein! Bussi! Und einen echten, sowas, loveletter, schrieb ich auch noch nie. Bewusst verdammt. (…) Ich liebe dich Astrid! ‘‘

Wagner über den ersten und einzigen Kuss
Bevor ich den Raum verlasse, blicke ich noch einmal zu jener vergitterten Türe, die den Besucherraum vom Gesperre trennt. Jack steht dort und blickt mir nach. DA gehe ich auf ihn zu, und vor den Augen der Justizwachbeamten küssen wir uns durch die Gitter hindurch. Im Bruchteil einer Sekunde wird mein Körper von einem Blitz durchzuckt oder ist es ein elektrischer Schlag? Bis heute habe ich keine Erklärung für dieses Phänomen und habe so etwas auch nie wieder erlebt. Wagner über die letzte Begegnung

Wagner über die letzte Begegnung
Bevor ich den Raum verlasse, drehe ich mich noch ein allerletztes Mal zu ihm um, lächle ihn an. Doch er lächelt nicht zurück. Das letzte Bild, das ich von ihm habe, ist das eines kleinen, aschgrauen Mannes mit Todernstem Blick.

Wagner über >>seinen besten Mord<<
Ich schreie in den Hörer: ,, Nein, nein das stimmt nicht! ‘‘ Ich will es einfach nicht glauben, reagiere hysterisch, trotzig, irrational. Jack hatte sich wenige Stunden nach der Urteilsverkündigung gegen drei Uhr früh in seiner Zelle erhängt. Mit der Kordel der Trainingshose, die ich ihm einst geschenkt hatte. (…) Er hatte es doch getan! Niemand wollte es glauben, auch ich habe es gehofft bis zuletzt. Dass meine Liebe ihn retten, ihn halten könnte auf dieser Welt.


Die
Verblendung

Vor 20 Jahren verübte Jack Unterweger Selbstmord.

Astrid Wagner war dessen Vertraute
Und verblendet?

Vor 20 Jahren, am 29. Juni 1994, verübte Jack Unterweger in seiner Gefängniszelle in Graz Selbstmord. Die Wochen davor war er wegen elffachen Prostituiertenmordes vor Gericht gestanden und in neun Fällen schuldig gesprochen worden. Sie ging damals als eine ,,Vertraute‘‘ durch die Medien. Ihr neues Buch trägt jetzt den Titel ,,Verblendet‘‘ . Worin hat diese Verblendung bestanden?

Astrid Wagner: Was mich damals an Jack Unterweger faszinierte, war das Fremde, das Andere, das von ihm ausging. Und zu solchen Existenzformen hat man üblicherweise keinen Kontakt, wenn man wie ich in einem bürgerlichen Milieu lebt. Mein Leben war vorgezeichnet, das Studium war beendet, als nächstes wären Heirat und Kinder auf dem Programm gestanden. Andererseits hat mich aber immer die Rückseite des Lebens interessiert, die Außenseiter, und da hat Unterweger sich einen Schlüsselreiz in mir ausgelöst.

Zurück zur Verblendung

Astrid Wagner: Wenn man von etwas oder jemanden fasziniert ist, hat man ja eine sehr Begrenzte Wahrnehmung, eine Art Tunnelblick. Und ich habe damals sicher vieles ausgeblendet. Dass Jack Unterweger 1974 in Deutschland ein 18 Jahre altes Mädchen brutal misshandelt und anschließend erwürgt hat, das habe ich damals total zur Seite geschoben. Und diese Tat war unstrittig. Meine Perspektive hat sich geändert in diesen 20 Jahren. Ich bin heute 50 Jahre alt, habe zwar keine Tochter, kann aber gut nachempfinden, wie grausam es sein muss sein Kind auf diese Art und Weise zu verlieren.

Waren diese Erkenntnisse ein längerer Prozess oder gab es eine Zäsur, einen Punkt, an dem Sie plötzlich sagten: Meine Güte, wie verblendet war ich damals!

Astrid Wagner: Das war schon ein Reifungsprozess und hat sicher auch mit meiner Arbeit als Anwältin zu tun. Damals haben mich halt als Bürgertöchterchen die bösen Jungs interessieret, da ist es ja ein Klassiker. Ein bekannter hat einmal zu mir gesagt: ,,Wenn du aus dem Proletariat gekommen wärst, wärst nicht so deppert gewesen. ‘‘ Jetzt bin ich eine g´standene Anwältin und habe viel mit schweren Jungs zu tun. Und natürlich hat jeder eine böse Mutter und eine zerstörte Kindheit. Das beeindruckt mich also nicht mehr so. Da spielt auch sicher eine bestimmte Abhärtung eine Rolle. Natürlich besteht unter schwerer Kindheit und Entwicklung eines Menschen ein Zusammenhang, aber man muss nicht zwangsläufig zu einem Verbrecher werden deshalb. Jeder hat auch eine Eigenverantwortung.

Sie sind damals vor allem gegen die Ihrer Meinung nach erfolgte Vorverurteilung Unterwegers Sturm gelaufen.

Wagner: Wenn ich sage, dass ich verblendet war, heißt das nicht, dass alles was ich damals gesagt oder getan habe, Blödsinn war. Und diese Vorverurteilung hat es ja auch tatsächlich gegeben. Das hat in mir eine Trotzreaktion ausgelöst. Diese Vorverurteilung und ich bin auch heute noch der Meinung, dass beim Prozess vieles nicht in Ordnung war- heißt aber nicht automatisch, dass jemand tatsächlich unschuldig ist.

Damals gingen aber für sie Vorverurteilung und Unschuld Hand in Hand.

Wagner: Nein, so simplifizieren kann man das nicht. Ich habe auch damals immer gesagt: Ob er schuldig ist oder nicht weiß ich nicht. Dass ich gesagt habe er ist unschuldig dazu habe ich mich nicht verstiegen.

Mit welchen Gefühlen denken sie heute an diesen Mann zurück?

Wagner: Was ich mir oft denke: Wenn er noch leben würde, was würde er dazu sagen, dass ich ihn nicht mehr voll Inbrunst verteidige? Was würde er dazu sagen das ich mich emanzipiert habe.

Sind die Gefühle im Rückblick eher positiv oder negativ besetzt?

Wagner: Schon eher positiv. Zwischen uns war ja alles in Ordnung, wenn man das so sagen kann. Mir hat er ja nicht geschadet, anderen sehr wohl. Aber die Gefühle sie zwiespältig: Einerseits hat mich Jack Unterweger aus diesem bürgerlichen Leben rausgerissen, andererseits haben mich die Reaktionen damals schon angespornt, jetzt erst Recht Gas zu geben. Bis dahin war ich ja nicht besonders ehrgeizig, aber nach dieser ganzen Sache habe ich mir schon gesagt: Denen zeige ich es jetzt aber!

Die berühmte ,,Was wäre wenn‘‘-Frage: Wenn Jack Unterweger damals freigesprochen worden wäre und sie beide eine gemeinsame Zukunft gehabt hätten wie, glauben Sie hätte diese Zukunft ausgeschaut?

Wagner: Das wäre sicher nicht gut gegangen. Er war bekanntlich kein treuer Mensch, und ich glaube nicht, dass eine stabile Beziehung langfristig funktioniert hätte. Das konnte er einfach nicht.

Wenn man so lange im Knast sitzt, in seinem Fall die Hälfte seines Lebens, kann man keine normale Beziehung mehr führen. Ich habe erst unlängst seine Tagebücher gelesen. Und es ist unglaublich, wie viele Frauen darin auftauchen.
Männer haben Jack Unterweger selten gemocht, Frauen hingegen waren von ihm offenbar fasziniert –von der Wiener Schauspielerin bis zur Vorarlberger Bergbäuerin. Was war Faszinieren an Jack Unterweger?

Wagner: Unterweger hat dem Gerichtsgutachter Reinhard Haller damals selbst erzählt, dass es unterschiedliche Frauentypen gibt, die auf ihn abfahren. Auf der einen Seite gab es die Hofratsgattin, die vom Bösen, gefährlichen angezogen wurde, auf der anderen Seite die Klosterschwester, die in ihm die verletzte Seele sah. Es gibt schon etwas spezifisch weibliches, nämlich Mitleid. Manche Frauen und zu denen habe wohl auch ich gezählt- glauben, dass sie jemand aus der Gosse holen können, ihn retten, ihn seinem ungerechten Schicksaal entreißen. Und das ist schon eine Form der Liebe.

Über dieses Thema gibt es zahlreiche Bücher. Schlagwort: ,,Warum Frauen Mörder lieben‘‘. Was ist ihre Antwort darauf?

Wagner: Es beginnt damit, dass das keine Normmenscheine sind. Ein Mörder ist kein Durchschnittsmann – und das lässt niemanden kalt, schon gar nicht eine Frau. Das weckt einmal das Interesse. Grundsätzlich gibt es eben zwei Frauentypen, auf die solche Männer enorme Wirkung haben können. Solche, die sich vom Bösen, von der Gewalt angezogen fühlen. Die genießen das wie einen Horrorfilm. Nach dem Motto: Wahnsinn, mit diesen Händen hat er jemanden umgebracht und mit diesen Händen berührt er mich jetzt. Das ist aber etwas, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Was mich interessiert bzw. fasziniert hat, war, dass der Mörder auch ein Opfer ist- der Gesellschaft, der Umstände. Im Fall von Unterweger waren die Umstände so, dass er dieses 18 Jahre alte Mädchen im Jahr 1974 im Drogenrausch ermordet hat.

Damit haben Sie die genau gleiche Verteidigungslinie wie Unterweger selbst übernommen.

Wagner: Ja natürlich. Womit wir wieder bei der Ausblendung wären. Aber so haben wir es uns damals zurechtgelegt. Der arme konnte ja eben nichts dafür, war eben berauscht. So haben wir uns gegenseitig beruhigt. Ich glaube, dass die bösen Jungs deshalb so faszinierend sind, weil wir Frauen glauben das ein guter Kern in ihnen steckt und sie nur aufgrund widriger Zufälle zu diesen bösen Jungs geworden sind.

Es gibt aber auch die These, dass diese Frauen eine ungeheure Macht über diese Männer haben. Der Mörder sitzt ein, ist der Frau und deren Zuneigung auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Wagner: Ich würde es nicht unbedingt als Macht bezeichnen. Aber solche Beziehungen haben ist schon etwas Besonderes. Man lernt nur die netten Seiten des Mannes kennen, man schreibt einander, schöne, sehnsuchtsvolle Briefe, aber trotzdem hat man ein eigenständiges Leben, ein Single-Leben sozusagen. Der Mann kann auch nicht davonlaufen, man erlebt keinen grauslichen Alltag mit ihm, hat keinen schnarchenden neben sich im Bett liegen.

Und die Frau hat die Kontrolle über diesen Mann.

Wagner: Wenn man es so sehen will ja

Sie hätten 1994 beim Prozess als Zeugin aussagen sollen, sind dann aber zu spät gekommen. Unterwegers Anwalt hat Ihnen Folgendes geraten: ,,Gehen sie in den Saal und sagen sie den Geschworenen, dass Sie diesen Mann lieben. ‘‘ Hätten Sie das getan wenn sie diesen Auftritt erlebt hätten? Anders gefragt: Haben sie Jack Unterweger geliebt?

Wagner: Ja, ich hätte es ziemlich sicher so gesagt. Die zweite Frage muss ich bedingungslos bejahen: Ja ich habe Jack Unterweger geliebt. Selbstverständlich habe ich ihn geliebt sonst hätte ich das alles ja nicht getan.

Am Ende Ihres Buches üben Sie sich in Selbstironie und führen ein Interview mit dem deutschen Psychiater Borwin Bandelow. Dieser spricht in Zusammenhang mit Frauen wie Ihnen vom AMIGA-Syndrom (,, Aber meiner ist ganz anders‘‘) und dem ,, Rotkäppchen Syndrom‘‘, damit ist die Faszination am Dunklen, Bedrohlichen, Gewalttätigen gemeint. War dieses Interview auch eine Art Selbsttherapie?

Wagner: Nein, das nicht. Ich weiß ja selbst, dass ich unter dem AMIGA-Syndrom gelitten habe. Wie übrigens die meisten Frauen, mit denen Jack Unterweger zu tun hatte. Die Sache mit dem bösen Wolf das waren eher die Ausnahmen.

Apropos böser Wolf bzw. Mephisto. Die Gretchenfrage zuletzt: War Jack Unterweger ein Serienmörder, hat er elf Frauen ermordet?

Wagner: Als Anwältin hätte ich mir beim Prozess, der in meinen Augen alles andere als Fair war einen Freispruch erwartet.

Das war nicht meine Frage.

Wagner: Die Antwort ist: Ich weiß es nicht! Ich weiß es beim besten Willen nicht. Komischerweise habe ich auch kein Bauchgefühl. Das würde man erwarten in so einem Fall. Aber da ist nichts.






UNFASSBAR!
Die Justiz und ihre Schattenseiten

Die Rechtsanwältin Astrid Wagner schildert in ihrem Buch, wie rasch ein Mensch zum „Fall fürs Gericht“ wird. Sie hat für solche Menschen gekämpft und spricht hier erstmals darüber, wie es hinter den Kulissen aussieht, und dass unsere Justiz auch ihre dunklen Seiten hat.

In einer beschaulichen Ortschaft erscheint um sechs Uhr früh ein Gerichtsvollzieher und entreißt die sechsjährige Sofia ihrer Familie, um sie ins Ausland abzuschieben. Als Rechtsanwältin Astrid Wagner die mediale Aufmerksamkeit entfacht, geschieht etwas nicht minder Unfassbares: Das Justizministerium schaltet sich ein, die Abschiebung wird gestoppt.

Astrid Wagner deckt hier erstmals die Geschehnisse hinter den Kulissen auf. Auch die Rolle von Justiz und Medien … und die eines austro-kanadischen Milliardärs.

In diesem Buch hat Astrid Wagner zahlreiche dramatische, berührende und manchmal beklemmende Schicksale von Menschen niedergeschrieben, für die sie gekämpft hat: Da ist die Karrierefrau, die ihren Traummann gefunden glaubt und viel zu spät zu träumen aufhört. Der anständige Bürger, den erlittenes Unrecht zur tickenden Zeitbombe werden lässt. Der Unternehmer, der sieben Jahre gegen eine ungerechtfertigte Entmündigung ankämpft. Die Millionärin, der ihre Liebe zu jungen Männern zum tödlichen Verhängnis wird. Das junge Mädchen, das eines Tages zur Polizei geht und zu Protokoll gibt: Ich wurde missbraucht – von meinem Vater. Mancher scheint einer willkürlichen Obrigkeit hilflos ausgeliefert zu sein. Und manch anderer fragt sich angesichts zahnloser Behörden: Ist der Ehrliche und Anständige heute nur mehr der Dumme? Astrid Wagner zeigt auf: Unsere Justiz hat auch ihre dunklen Seiten …

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Astrid Wagner: Rosen & Kriege. Beziehungsdramen. Reportagen einer AnwältinAstrid Wagner: Rosen & Kriege. Beziehungsdramen. Reportagen einer Anwältin
Seiten: 209
Format: 13,4 × 21,5 cm
ISBN: 978-3-902924-46-9
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag:
Seifert Verlag













Astrid Wagner: Verblendet. Die wahre Geschichte der Anwältin, die sich in den Mörder Jack Unterweger verliebte
Seiten: 246
Format: 13,4 × 21,5 cm
ISBN: 978-3-902924-30-8
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag:
Seifert Verlag
























Astrid Wagner: Ich war verliebt und verblendet!
Österreich 15.06.2014


































Die Verblendung - Kleine Zeitung am Sonntag 8.06.2014



Die Verblendung



Die Verblendung
Kleine Zeitung am Sonntag 8.06.2014











































































UNFASSBAR! Die Justiz und ihre Schattenseiten, ein Buch von Astrid Wagner
Seiten: 272
Format: 13,4 × 21,5 cm
ISBN: 978-3-902924-18-6
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag:
Seifert Verlag
 

"Der Ehrliche ist leider oft der Dumme"


Die Wiener Anwältin Astrid Wagner präsentiert unter dem Titel "Unfassbar!" ihre bemerkenswertesten Fälle in Buchform. Das Resümee ihrer Erfahrungen mit dem Rechtssystem: "Der Ehrliche und Anständige ist leider oft der Dumme".

"Der Ehrliche und Anständige ist leider oft der Dumme", fasst die bekannte Rechtsanwältin Astrid Wagner in ihrem soeben erschienenen Buch "Unfassbar! Die Justiz und ihre Schattenseiten" ihre Erfahrungen mit dem Rechtssystem zusammen. Ihre prominentesten und spektakulärsten Fälle hat sie in 272 Seiten gegossen und das Ergebnis am Montagabend in einer Wiener Buchhandlung präsentiert.

Seit 2001 betreibt Wagner eine eigene Kanzlei in Wien. Mit dem Fall Sofia - die Anwältin vertritt die Mutter des mittlerweile siebenjährigen Mädchens, das in einem Sorgerechtsstreit ursprünglich zum Vater nach Italien abgeschoben hätte werden sollen, was Wagner verhindern konnte - war die 50-jährige Juristin im vergangenen Sommer einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.

Lesenswert sind vor allem aber die Geschichten, die nicht bereits durch alle Medien gegeistert sind. So berichtet Wagner von einem 16-jährigen Mädchen, das den eigenen Vater mit der Behauptung ins Gefängnis brachte, sie wäre im Kindesalter von diesem missbraucht worden. Der Teenager wurde auf Betreiben des Jugendamts aus der Familie genommen und in ein Krisenzentrum überstellt. Als die Mutter zu Hause das leer stehende Zimmer ihrer Tochter aufräumte, stieß sie auf die Biografie einer jungen US-Amerikanerin, die darin den am eigenen Leib erlittenen Inzest verarbeitete. Die Stellen, in der die Autorin detailliert die Übergriffe ihres Vaters beschrieb, hatte sich die 16-Jährige mit einem Leuchtstift markiert.

Vater zu Unrecht belastet


Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, hatte das von Wagner vertretene Mädchen den Vater zu Unrecht belastet und ihre Schilderungen eins zu eins dem Buch entnommen. Grund: Der Vater war gegen den Freund der 16-Jährigen und hatte ihr nach einem Fünfer in einer Schularbeit den Umgang mit dem Burschen verboten. Als das Mädchen ihre Beschuldigungen zurücknehmen wollte, rieten ihr der Darstellung von Wagner zufolge davon sowohl die Opferanwältin als auch eine psychiatrische Sachverständige ab, die das angebliche Opfer als glaubwürdig eingestuft hatte. Die Opferanwältin habe, so Wagner, der 16-Jährigen mit einer "Gefängnisstrafe für Verleumdung" gedroht, die Gutachterin ihr "weismachen" wollen, sie würde die Anzeige nur auf "familiären Druck" hin zurücknehmen.

Dessen ungeachtet korrigierte die Schülerin auf Anraten Wagners ihre Angaben. Der Vater wurde danach umgehend auf freien Fuß gesetzt. Er verzieh der Tochter, die ihrerseits wegen Verleumdung angeklagt und am Ende zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt wurde.

Daneben erzählt Astrid Wagner unter anderem von einer Justizwachebeamtin, die sich hinter Gittern in einen Häftling verliebte und mit diesem während eines Freigangs ein Kind zeugte, und einer Betrügerin, in die sich ein Mann via Internet verliebt hatte und dem die Frau mit Lügenmärchen mittels SMS oder Telefonaten nicht weniger als 110.000 Euro herauslockte, ohne dass er sie je zu Gesicht bekommen hätte.

Fall Sofia


Durchaus aufschlussreich ist auch das Kapitel, das die Anwältin dem Fall Sofia widmet. Sollte sich nämlich wirklich alles so zugetragen haben, wie Wagner es schildert, wäre der aus ihrer Sicht gute Ausgang - das Mädchen befindet sich nach wie vor in der Obhut der Mutter, die Vollziehung eines an sich rechtskräftigen Rückführungsurteils wurde ausgesetzt - auf medialen Druck hin zustande gekommen, dem man sich im Justizministerium und danach auch beim zuständigen niederösterreichischen Gericht beugte.

Dass auch Frank Stronach bzw. dessen Berater in dieser Causa kräftig auf der "Medienorgel" gespielt haben dürften, wird deutlich, wenn sich Wagner erinnert, wie ihr der Millionär und zu diesem Zeitpunkt im Nationalratswahlkampf befindliche Neo-Politiker seinen Privatjet zur Verfügung stellte, um die aus Angst vor einer behördlich erzwungenen Trennung mit Sofia untergetauchte Mutter von Gran Canaria zurück nach Österreich zu holen: Als die Anwältin am Flughafen erschien, warteten neben dem Jet ein Reporter und ein Fotograf der "Kronen Zeitung". Wie Wagner versichert, hatte sie diese nicht kontaktiert und habe die beiden "abgewimmelt".

Bei Sofias Familie befand sich nämlich längst ein von Wagner beigezogener Medienberater, der - wie die Rechtsanwältin schreibt - das Leben der Familie mit seiner Kamera dokumentierte. Die entsprechenden Fotos wurden später in zahlreichen Printmedien publiziert.

Rezension von der "Kleinen Zeitung" ... Weiterlesen >>>

 
     

Studiogast Buchautorin Astrid Wagner
Die Rechtsanwältin plaudert in ihrem Buch aus dem "Justiz-Nähkästchen"

   


Kannibalenzeit. Der Fall Jack Unterweger.

e-book Ausgabe der Dokumentation "Jack Unterweger. Mörder, Dichter, Frauenheld" (Militzke/Leipzig, 2004)

Eine voreingenommene Justiz, fragwürdige Beweise, spurlos verschwundenes Material – all das trug dazu bei, dass auch zwei Jahrzehnte nach dem Jahrhundertprozess gegen den »dichtenden Mörder« Jack Unterweger viele Fragen offen bleiben.
Die Stimmen derer, die an seiner Schuld zweifeln, wollen nicht verstummen – vorverurteilenden Medienbeiträgen, in denen vieles verdreht dargestellt wird, zum Trotz.
Astrid Wagner, damals junge Juristin, hat den Fall penibel recherchiert und das Ergebnis erstmals ein Jahr nach Ende des Prozesses in Buchform veröffentlicht. Dieses e-book ist eine unveränderte Neuauflage von ihrem inzwischen vergriffenen Erstlingswerk.











Geschworenenprozesse

Neue Juristische Monografien Band 46

Eine junge Frau wird mit Benzin übergossen und verbrannt. Der Wahrspruch lautet auf fahrlässige Tötung. Zwei Polizisten werden mit gezielten Schüssen aus nächster Nähe erschossen. Der Wahrspruch lautet auf Freispruch. Ein Mann wird wegen schweren Raubes verurteilt, obwohl der Raub nie stattgefunden hat.

Wie kommen Geschworene zu ihrem Wahrspruch? Welchen Einflüssen sind sie ausgesetzt? Haben sie ihrem Gewissen zu folgen oder dem Gesetz? Dieses Buch bietet einen Überblick zur Thematik Geschworenenprozess und mit der Schilderung authentischer Fälle eine überaus spannende Lektüre.
 




Kannibalenzeit. Der Fall Jack Unterweger.
ISBN: 978-3-902924-22-3

e-book Ausgabe der Dokumentation
„Jack Unterweger. Mörder, Dichter, Frauenheld“ (Militzke/Leipzig, 2004)

Erscheinungsjahr: 2014

Autoren:
Astrid Wagner
Verlag:
Seifert Verlag







Geschworenenprozesse von Katharina Rueprecht und Astrid Wagner
ISBN: 978-3-7083-0499-1
164 Seiten, broschiert, Apr 2008
Autoren:
Katharina Rueprecht
Astrid Wagner
Verlag:
neuer wissenschaftlicher verlag



   
Jack Unterweger – Mörder, Dichter, Frauenheld

Nur sehr wenige Spuren deuten in der Mordserie der 90er Jahre auf Jack Unterweger als Täter hin. So sollen die Büstenhalter, mit denen Opfer erdrosselt wurden, wegen einer bestimmten Art des Knotens die Handschrift des Täters tragen. Außerdem wurde ein einziges Haar gefunden und aufgrund der DNA-Analyse Unterweger zugeschrieben, und Faserspuren eines Schals (eines Massenproduktes, welches tausendfach verkauft worden war). Astrid Wagner, die Jack Unterweger in der Haft besuchte und während des Prozesses ihr Gerichtsjahr in Graz absolvierte, gelingt es, Zweifel an der Täterschaft zu wecken. Kann es wirklich sein, daß ein Täter so wenig DNA-Spuren an so vielen Opfern hinterläßt? Der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" schien hier wenig Gültigkeit zu besitzen. Anscheinend war man in Österreich, wie die Autorin schreibt, recht stolz, auch mal einen "Serial Killer" zu haben, und die Vorverurteilung in den Medien war ohne Beispiel. Die Darstellung dieser Medienhysterie und des Proszessablaufes vor dem Gericht in Graz ist auch die Stärke des Buches. Außerdem werden alle Mordfälle - Unterweger wurden Morde in Österreich, in Tschechien und den USA angelastet - dargestellt und in vielen Fällen stellt sich heraus, daß es nicht nur keine DNA-Spuren von Unterweger gab, sondern sogar Spuren, die auf andere Täter hinwiesen, aber denen nicht nachgegangen wurde.

Letztentlich wird man wohl nie wissen, ob Jack Unterweger schuldig war oder nicht, aber daß der Prozess, der gegen ihn geführt wurde, nicht fair war, wird anhand dieses Buches sehr deutlich.

Es handelt sich hier um die Taschenbuchausgabe der 2001 erschienen Originalausgabe mit dem Titel "Jack Unterweger -ein Mörder für alle Fälle". Wie jedes ordentliche True Crime-Buch hat es eine Fototeil, ist mit EUR 9,80 recht erschwinglich und für Leser, die sich für echte Kriminalfälle interessieren, sehr empfehlenswert.

Rezension von Monika ... Weiterlesen >>>
 



Jack Unterweger – Mörder, Dichter, Frauenheld, ein Buch von Astrid Wagner
Taschenbuch 2004
erhältlich gebraucht bei:
www.amazon.de
     
news vom 20.3.2014